Sola
beta
3 years

Kein Kind glaubt bei der Geburt an den Osterhasen oder den Weihnachtsmann. Deren Existenz wird dem Kind von den Erwachsenen überhaupt erst eingeredet. >>>

Das Begreifen, dass es den Osterhasen und den Weihnachtsmann nicht gibt, ist kein Verlust kindlicher Naivität. Es ist das Entsetzen darüber, jahrelang belogen worden zu sein. >>>

Kein Kind glaubt von sich aus an Fabelwesen oder unsichtbare Geschenkebringer. Erwachsene spielen mit dem Vertrauen ihrer Kinder, um an Ende darüber zu lachen. >>>

Es ist eine Art Missbrauch Schutzbefohlener.

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Germany, Münster
54 comments
Flavius Cato
Das soll "Missbrauch" sein??
Jörg FriedrichAuthor
Wenn man jemanden so manipuliert, dass man sich am Ende über ihn und seine Naivität lustig machen kann, missbraucht man sein Vertrauen, oder?
Flavius Cato
Ich habe meiner Tochter Geschichten und Märchen erzählt. Sie glaubte an Osterhasen und Christkinder. Aber ich habe nicht über sie gelacht weil sie daran glaubte . Wer macht denn sowas?
Jörg FriedrichAuthor
Ich habe das schon oft erlebt. Vor allem aber finde ich inzwischen dieses Gerede von der "kindlichen Naivität" kritikwürdig. Es gibt diese Naivität nicht, es sein denn, jedes Vertrauen in nahe Personen wer naiv.
Squan
Völlig dämlich, pauschalisierend und überzogen.
coralie🎈
dann sind wohl auch alle religiösen Kinder , die im Glaube an einen Gott aufwachsen "Missbrauchsopfer". Den Nikolaus und das Christkind gab es wirklich so nebenbei . Und die Zahnfee gibt es dann auch nicht nehm ich mal an... oder? :-(
TanteFinn
Im Gegensatz zum Glaube an den Osterhase, ist die Indokrtination der Religion tatsächlich 'Missbrauch'. Denn vom Glauben an einen Osterhasen löst man sich beim Älterwerden. Vom Glauben an einen Gott komischerweise nicht
DELETED USER
Wenn mich mein Sohn bat, ihm eine neue Geschichte zum Einschlafen zu erzählen, hat er es genossen, von Zwergen, Gnomen, fiktiven Wesen und Tieren zu hören, die ich mir spontan einfallen liess. Selbstverständlich lernt ein Kind im Laufe der Kindheit zwischen Phantasie und Wirklichkeit zu unterscheiden. Es geniesst den Zustand des sich Versenkens in phantastische Welten. Es ist wie Tagträumen. Kein Kind ist enttäuscht, über die Nichtexistenz des Weihnachtsmannes. Phantasie ist keine Lüge. Das müssen eher die Erwachsenen verstehen lernen!
Jörg FriedrichAuthor
Das was du schilderst hat mit dem Glauben an den Weihnachtsmann nichts zu tun. Bei den Phantasiewesen kann man jederzeit auch über deren Existenz oder Nichtexistenz reden, etwa darüber, dass sie in unserer Phantasie existieren usw. Die Existenz des Weihnachtsmanns wird aber durch eine Vielzahl praktischer und normativer Maßnahmen gestützt.
DELETED USER
Jörg Friedrich, ich gehe mit dir d'accord. War da irgendwo ein Widerspruch?
Squan
Mister traut sich wohl nicht zu antworten.
Jörg FriedrichAuthor
Gibt dein Kommentar irgendeinen Ansatz zu einer Antwort?
DELETED USER
Squan, zu einer intelligenten Diskussion gehört dann auch schon mal eine Begründung, warum man etwas dämlich findest. Ansonsten ist ein solcher Einwurf nur dämlich. Nicht persönlich gemeint, nur sachbezogen!
Squan
Jörg Friedrich, zum Beispiel: Kein Kind glaubt von sich aus an Fabelwesen. Na aber doch. Grade Kinder mit ihrer lebhaften Fantasie können sich die wunder- und sonderbarsten Dinge ausdenken. Viele Fabelwesen sind ja erst durch Kinder entstanden. Und andererseits ist der Glaube an den Weihnachtsmann etwas, das für Kinder erst den weihnachtlichen Zauber ausmacht. Und für mich gesprochen: Gerade dieser Glaube von damals wirkt bei mir noch nach und macht Weihnachten zu etwas Besonderem. Und ich war sicher nicht entsetzt. Deine Toilettenpsychologie liest sich zwar schön, hält aber keiner größeren Überprüfung stand.
Jörg FriedrichAuthor
Squan, Versuch mal den logischen Fehler in den ersten drei Sätzen deines Kommentars zu finden.
Squan
Jörg Friedrich, hilf mir auf die Sprünge.
Jörg FriedrichAuthor
Squan, ich habe keine Lust und auch gar keinen Grund, beleidigenden Unbekannten das Denken beizubringen.
Squan
Jörg Friedrich, ich habe doch jetzt ein Argument in die Debatte eingebracht. Warum antwortest du nicht darauf?
Jörg FriedrichAuthor
Squan, denk nach. Lies deinen Kommentar noch mal. Denk nochmal nach. Dann kommst du drauf. Und wenn nicht: macht nichts. Es gibt keine Verpflichtung zur Diskussion.
TanteFinn
Jörg Friedrich, ich sehe das zwar nicht so wie Squan, aber könntest Du mir den "logischen" Fehler auch erläutern?
coralie🎈
TanteFinn, ich nehme an, er hat den rezitierten Satz am Anfang nicht als seinen eigenen erkannt.
coralie🎈
coralie, mit er ist Jörg Friedrich gemeint, nicht Squan
TanteFinn
coralie, ich sehe da immer noch keinen "logischen" Fehler. Einen faktischen, ja, aber logisch?
Jörg FriedrichAuthor
TanteFinn, in Satz drei wird "Kind denkt sich Fabelwesen aus" als Grund für "Kind glaubt an die Existenz von Fabelwesen" angeführt. Aus "ausdenken" folgt aber logisch nicht "dran glauben" - eher im Gegenteil.
TanteFinn
Jörg Friedrich, Aha. Ich sehe da bei Deiner WÖRTLICHEN Auslegung diesen Fehler auch. Aber umgangssprachlich (und so sollte man das hier in Kommentaren ausfassen) ist das in etwa dasselbe.
Heisa
Squan, 👍🏼👍🏼
Flavius Cato
Kurz ausgedrückt finde ich den Ausgangspunkt der Debatte übertrieben. Milliarden Menschen müssten heute traumatisiert durch jahrelangen Missbrauch durch die Gegend wanken, weil sie in ihrer Kindheit an Wesen geglaubt haben. Ich denke das ist nicht der Fall. Dialektik mit einem Kleinkind über Realität und die Beurteilung erlebter praktischer und normativer Maßnahmen stelle ich mir auch weder einfach noch schön vor. Traumata durch imaginäre Gottheiten oder gesundheitliche Schäden durch herbeiphantasierte Alternativmedizin / Magie dürften weit schwerwiegender sein als der Glaube an einen Weihnachtsmann.
Jörg FriedrichAuthor
Nicht jeder, der missbraucht wird, ist sein Leben lang schwer traumatisiert. Es gibt verschiedene Formen und Schweregrade des Missbrauchs. Das ändert aber nichts daran, dass es sich hier um Missbrauch handeln kann. Und natürlich dient die Szene, bei der gläubig-verschüchterte Kinder zum Weihnachtsmann aufblicken, der Unterhaltung der drumrumsitzenden Erwachsenen.
Squan
Jörg Friedrich, dann denkst du also, dass sich alle Erwachsenen nur über Kinder lustig machen wollen? Das ist doch sehr pauschalisierend und stimmt in keiner Weise mit der Realität überein. Es geht doch vielmehr darum, dem Kind, solange es noch an so etwas glauben kann, eine Magie zu erhalten. Und das ist nichts Schlimmes, sondern etwas Wunderbares.
Jörg FriedrichAuthor
Squan, ich habe nicht gesagt, dass sich alle Erwachsenen über die Kinder lustig machen wollen. Ich habe gesagt, das Schauspiel dient der Unterhaltung der Erwachsenen. Und im Übrigen ist der Weihnachtsmann nichts magisches, der Osterhase auch nicht. Das sind ja sehr klar und ziemlich plausibel für die kindliche Vorstellungswelt konstruierte Gestalten.
Squan
Jörg Friedrich, doch. Für ein Kind haben diese Figuren etwas Magisches. Und das Kind liebt diesen Zauber. Und ich kenne niemanden, der im Nachhinein seinen Eltern böse ist, weil er oder sie 'missbraucht' wurde.
coralie🎈
Squan, ich auch nicht. Im Gegenteil: Ich empfand mich immer als Aussätzige als Kind weil wir eben so erzogen worden sind, dass al diese Figuren nicht existieren. Alle meine Freunde lebten diese Traditionen in der Gemeinschaft mit dem Eiersuchen, Geschenke auspacken die am Morgen unter dem Baum lagen oder eben Gedichte und Lieder vortragen mussten als der Weihnachtsmann kam. Ich war auch diejenige, die dann Verbittert darüber war nie mitreden zu können bei den Kids und versuchte denen beizubringen, das die Eltern dahinterstecken. Mir wurde natürlich nicht geglaubt ;)
ajax
coralie 🌷❓, danke für deine Schilderung. Und nun die Preisfrage in die Runde: welches "Modell" macht Kindern (bis ins Erwachsenenalter) mehr Freude - mit oder ohne Osterhase?
TanteFinn
coralie 🌷❓, selbes Argument gilt für Religion. Meine Frau hat sich immer ausgegrenzt gefühlt, weil als ehemalige DDRlerin sie eben konfisionlos (schreibt man das so?) war. Ich hingegen fand es immer - auch als Kind - schon toll, eben nicht zur großen Masse zu gehören. Nur, weil es Tradition ist, muss es nicht zwangsläufig weiter gelebt werden! Obwohl ich mit Osterhase und Weihnachtsmann kein Problem habe, weil Kinder sich von dem Glauben dran recht schnell verabschieden.
TanteFinn
ajax, aha. Also. Soll man den Kindern immer das zeigen und erlauben, was ihnen mehr Spaß macht? Und nun die Preisfrage: mit welchem "Modell" erreicht man eher mündige Erwachsene - mit Erziehung zum kritischen Denken oder mit dem, was ihnen Spaß macht, aber nicht richtig ist?
ajax
TanteFinn, das eine schließt das andere doch nicht aus. Wie Roberto Blanco schon sang: "ein bisschen Spaß muss sein" und "Missbrauch Schutzbefohlener" find ich bei dem Thema überzogen.
Kore
Meine Nichte meinte neulich, manche Kinder in der Schule sagten, es gäbe Weihnachtsmann und Osterhase gar nicht und manche bestritten dies und wie das denn nun wirklich wäre. Ihre Mutter hat ihr gesagt, dass es vielleicht gar nicht so wichtig ist, wer dabei Recht hat, sondern dass man einfach daran glauben darf, wenn man den Gedanken schön findet. Meine Nichte hat das überzeugt, sie hat sich entschieden einfach weiter daran zu glauben. Weil sie den Gedanken schön findet.
Kore
Und als ich selbst entdeckte, dass nicht das Christkind die Geschenke bringt, war ich enttäuscht - weil Weihnachten damit etwas von seinem Zauber verloren hatte, und sicher nicht, weil meine Eltern sich derartig viel Mühe gegeben hatten.
....
Bei mir und den meisten meiner Freunde gab's kein Entsetzen. Kinder glauben "von Natur aus" an unnatürliche Lebensformen, da fällt es nicht ins Gewicht, wenn Papa und Papa ein bisschen die Richtung vorgeben.
akom'nt
Ersetze 'Osterhase' und 'Weihnachtsmann durch 'jesus' und 'gott' dann geb ich dir recht. Wobei die ersten beiden keinen Schaden anrichten...
DELETED USER
Du meinst, Jesus war in Wirklichkeit ein Osterhase (und Gott wäre der Weihnachtsmann)? Die Vorstellung passt ja gerade ganz gut zum Osterfest. 😳😜
akom'nt
Wenns doch nur so wäre, Ratzfatz...
DELETED USER
Aber es ist noch viel komplizierter???
Frau November
Klar wusste ich, dass weder das Christkind noch der Nikolaus noch der Osterhase existieren. (Dasselbe gilt für Zwerge, Elfen, Klabautermänner, Geister, Weiße Frauen, Gott, Seejungfrauen ...) Aber ich habe es immer genossen, mit meiner Mutter Geschichten darüber zu erfinden, wer genau diese Figuren sind, wo und wie sie leben, was sie wollen etc. Manchmal fand ich vor Weihnachten eine goldene Feder auf der Fensterbank, die hatte das Christkind verloren, als es meinen Wunschzettel abholte. Gleichzeitig wusste ich, dass meine Mutter sowohl Goldlack als auch Gänsefedern besitzt, aber das verstörte mich gar nicht. Man kann sagen, dass die ersten zehn Jahre meines Lebens eine sehr gelungene LARP-Session waren.
Jörg FriedrichAuthor
Tja, da hat nun aber leider gar nichts mit meinem Post zu tun.
Frau November
Jörg Friedrich, die These war, Kindern zu einzureden, Geschenke würden von Fabelwesen gebracht, sei Missbrauch Schutzbefohlener. Da ich keine besseren Daten habe, griff ich auf meine eigenen Erfahrungen mit Fabelwesen und mein subjektives Empfinden zurück. Was hätten Sie denn stattdessen gern? (Ich bemühe mich nach Kräften.)
Squan
Jörg Friedrich, oh, das hat aber alles mit deinem Post zu tun.
Jörg FriedrichAuthor
Frau November, bei Ihnen (man kann eineFrau November einfach nicht duzen ;) ) war die Voraussetzung meines Posts einfach von Anfang an nicht gegeben. Ihnen wurde nicht weißgemacht, dass es einen Weihnachtsmann gibt. Das ist toll und Ihre letzte Frage findet darin eine selbstverständliche Antwort: Genau das, was Sie erzählen, ist die positive Alternative zu dem, was ich beschreibe.
Frau November
Jörg Friedrich, ach so. Entschuldigung. Nächstes Mal treffe ich wieder das Thema.
Jörg FriedrichAuthor
Frau November, ich spüre in Ihrer Antwort eine gewisse Gereiztheit, die ich nicht verstehe.
akom'nt
Ach Jörg, du bist einfach zu klug für uns. Und dann reitet er auf seinem hohen Ross in den Sonnenuntergang...
Jörg FriedrichAuthor
Genau wegen solcher überflüssigen Kommentare.
Frau November
Jörg Friedrich, wirklich gar nicht. Nur ein "Bis nächstes Mal, dann on-topic."
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