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Sola
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3 months

Man muss die SPD beim Wort nehmen. Sie tönt sozialdemokratisches Zeug raus und verweist auf die Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. Wieso musste denn das Renteneintrittsalter eigentlich steigen? Ich bin gespannt über die Widersprüche, die diese Pappnasen erzeugen werden und wie sie diese Töne umsetzen wollen.

Photo #1 from Hannover, Germany by Prof. Dr. Lewy made on 2018-11-23 10:46 for Sola
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Germany, Hannover
11 comments
anamoj
Die Partei wird verschwinden...ist so....
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Prof. Dr. LewyAuthor
... wenn sich strukturell nichts ändert. Ich hoffe, dass es bald zu Rücktritten kommt.
3
anamoj
Prof. Dr. Lewy, es wird keine Rücktritte geben. All das, was mit der SPD durch die " Pappnasen" passiert, kannst Du alles in Kommentaren oder sogar Karten von mir nachlesen...
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5̀øÑ͜ ̕0f Æ̨ ğłīťç̴H
Das hatte ich bei der FDP auch gehofft😒
JADED JOEY (🙊5)
Das Renteneintrittsalter musste nicht steigen, weil die Arbeitskräfte fehlen, sondern weil die Kohle für die Rente fehlt. Im Grunde passt Arbeitszeitverkürzung ganz gut zu Renteneintrittsaltererhöhung. Schließt einander jedenfalls nicht aus.
Prof. Dr. LewyAuthor
Dieser letzte Beitrag haut mich um. Ich schreibe Dir morgen. Ich sage Dir aber, dass dies den Bruch zwischen uns vollzieht. Du bist lächerlich, Jaded Joey.
Prof. Dr. LewyAuthor
5) In Deinem Beitrag steckt noch eine weitere Meta-Ebene, auf die ich nur kurz eingehe, weil die Analyse bestimmt eine Stunde in Anspruch nehmen würde. Aber so viel will ich hier sagen: Deine gesamte Argumentation basiert auf der Annahme der Richtigkeit der obigen Theorie. Ich habe eben gerade versucht zu zeigen, dass die SPD unter der Annahme der Richtigkeit dieser Theorie in Widersprüche gerät. Ich bin schon etwas enttäuscht, dass Du das nicht sehen willst. Ich will nur einen Fingerzeig machen, wohin die Denkreise ginge, wenn man diesen Widerspruch lösen will. Das folgende ist selbstverständlich kein Beweis, sondern nur eine Behauptung: Dieser Widerspruch kann innerhalb dieser Theorie nicht gelöst werden, sondern nur dadurch aufgehoben werden, wenn man die Unzulänglichkeiten anerkennt und sie durch eine höhere Theorie ersetzt, in der die Erhöhung des Renteneintrittalters das Rentenproblem nicht nur nicht löst, sondern diese sogar verschärft. Umgekehrt wird eine Arbeitszeitreduzierung bei vollem Lohnausgleich enorm zur Lösung des Renten"problem"s beitragen. Mit anderen Worten: der Glaube an und die Unterwerfung unter eine neoliberale Theorie (ich nenne sie eine Ideologie) hat die SPD zur Umsetzung einer falschen, problemverschärfenden Politik getrieben. Die unter dem Druck der arbeitenden Klassen erzeugte Umschwenkung zumindest bei den Forderungen der SPD müsste, falls diese Forderungen ernst gemeint sind, zur Sprengung der alten neoliberalen Ideologie in der Partei führen. Es sei denn: die neue Wortwahl ist nicht ernst gemeint, sondern Heuchelei. Das wird die Zukunft zeigen. Tur mir leid, Jaded Joey: Ich finde Dein Denken in dieser Frage komplett eindimensional und banal.
JADED JOEY (🙊5)
Prof. Dr. Lewy, ist da jetzt irgendwo ein Argument versteckt, das ich übersehen habe? Du sagst mit der Karte, dass die Erhöhung des Renteneintrittsalters im Widerspruch steht zur Verringerung der Wochenarbeitszeit. Ich sehe das nicht so. Die Gesamtarbeitsleistung bleibt erhalten. Die Arbeitnehmer arbeiten zwar weniger Stunden pro Woche. Dafür arbeiten ja die ganzen älteren Menschen mit, die eigentlich schon in Rente wären. Ergo, kein Widerspruch. Ich lass mich gerne eines besseren belehren. Wo ist denn der Zusammenhang zwischen Renteneintrittsalter und Arbeitszeitverkürzung? Bitte spül dir erst den Sand aus der Hose und versuche dich kurz zu fassen. Danke. 😊
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Prof. Dr. LewyAuthor
Ja, Du hast die Argumente nicht lesen können, weil mein erster Kommentar nicht angekommen war. Die habe ich unten angehängt. Dort erzähle ich übrigens ausführlich den Zusammenhang zwischen Renteneintrittalter und Arbeitszeitverkürzung. Für den Fall, dass Du die Punkte 1-4 nicht gelesen hast, hier nur kurz meine Antwort, die die Punkte 1-4 als Antwort auf Deine Frage zusammenfasst: Wenn - wie Du sagst - die "Arbeitnehmer (...) weniger Stunden pro Woche" arbeiten und diese ausgefallenen Stunden von "ganz älteren Menschen" mit Arbeit ausgefüllt werden, die ja "eigentlich schon in Rente wären", dann ändert sich - so sagst Du es selber - "die Gesamtarbeitsleistung" nicht. Mit anderen Worten: Der Gesamtoutput, der die Grundlage zur Ernährung sowohl aller Arbeitnehmer als auch aller Rentner bildet, ändert sich nicht. Dann fügst Du hinzu: "Ergo, kein Widerspruch". Du stellst das Denken zu früh ab. Die Erhöhung des Renteneintrittalters war ja - aus Sicht der SPD und "ihrer" dämlichen Theorie - gerade deshalb notwendig geworden, WEIL diese Outputmenge vor der Erhöhung des Renteneintrittalters nicht ausgereicht hatte, die Summe aller Arbeitnehmer & Rentner zu ernähren. Wenn durch die Erhöhung des Renteneintrittalters und durch die anschließende Reduzierung der Wochenarbeitszeit "die Gesamtarbeitsleistung (...) erhalten" bleibt und für dieselbe Anzahl an Arbeitnehmern und Rentnern dieselbe Outputmenge produziert wird, dann bleibt die Ernährungslage aller Arbeitnehmer und Rentner unverändert schlecht. Da ist der Widerspruch.
Prof. Dr. LewyAuthor
Deleted by comment owner
Prof. Dr. LewyAuthor
In letzter Zeit speichert Sola keine Beiträge mehr. Ich werde mich sowieso zurückziehen. Zum Glück war mein letzter Beitrag noch im Cache. Hier also der erste Teil. Auf Deinen letzten Beitrag gehe ich noch ein. ---- Ich bin wieder zurück und habe Deinen Beitrag erneut aufmerksam gelesen und bin immer noch fassungslos. Leg' die folgenden Punkte nicht nebeneinander, sondern übereinander. Sie kritisieren nämlich unterschiedliche Ebenen Deiner Vorstellungen, die - übrigens aus meiner Sicht - das Ergebnis einer Ideologie sind. 1) Die gesamte bisherige Reform des Rentensystems wurde nicht mit dem heutigen Zustand der Rentenkassen begründet, sondern mit jenem in einer gedanklich vorgestellten Zukunft. Die Zukunftsbezogenheit der Krise der Rentenkassen nach dieser Theorie wird gerade dadurch deutlich, dass die daraus abgeleitete Lösungspolitik - nämlich die Erhöhung des Renteneintrittalters - nach und nach stattfindet und erst ab ca. 2030 voll durchgreift. Dein Satz müsste also korrekterweise lauten: "...weil die Kohle für die Rente fehlEN WIRD." (Die restliche komische Ausdrucksweise übernehme ich, weil ich weiß, was Du meinst.) 2) Der (angenommene) schlechte Zustand der Rentenkassen in der Zukunft (wie nah oder fern auch immer) wurde stets - gerade auch von Müntefering, sonst aber auch von allen Anhängern dieser Theorie - mit dem "demografischen Wandel" begründet. Dieser besagt in Bezug auf unser Rentensystem: Auch wenn das Verhältnis von arbeitenden Beitragszahlern zu nichtarbeitenden Beitragsempfängern heute gerade noch ausreiche, werde dieses Verhältnis in Zukunft nicht mehr ausreichen. Um dem Entgegenzuwirken, so diese Theorie weiterhin, müsse das Verhältnis von arbeitenden Beitragszahlern (oder wie Du es schief benennst: "Arbeitskräfte") zu nichtarbeitenden Beitragsempfängern wieder erhöht werden. Dies kann wiederum - bei insgesamt gleichbleibender Anzahl der Menschen in diesen beiden Gruppen - durch zwei Massnahmen erreicht werden: die Erhöhung der Anzahl der arbeitenden Beitragszahlern und die Senkung der Anzahl der nichtarbeitenden Beitragsempfängern. Eine Erhöhung des Renteneintrittalters entspricht der gleichzeitigen Durchführung beider Maßnahmen. (Ich lass mal die Beitragshöhe pro Zahler und Empfänger weg. Lässt alles komplizierter erscheinen, obwohl es zum selben Ergebnis führt.) Mit anderen Worten: aus Sicht dieser Ideologie geht es gerade darum, die Anzahl der "Arbeitskäfte" (im Verhältnis zu den Rentnern) zu erhöhen; sie werden "fehlen". Also genau das Gegenteil Deiner Behauptung. 3) Daraus folgt, dass die "Kohle für die Rente" (aus Sicht dieser Theorie) gerade deswegen fehlen wird, weil "Arbeitskräfte" im Verhältnis zu Rentnern fehlen werden. Nur der Klarheit wegen: auch das genau das Gegenteil Deiner Formulierung. 4) Auch wenn ich diese Theorie für falsch halte, habe ich in meiner Anmerkung oben auf der Karte nicht diese Theorie selbst angegriffen, sondern die Widersprüche, in die sich die SPD hineinmanövriert. Wenn sie zur Lösung der von ihr behaupteten zukünftigen Problematik im Rentensystem das Renteneintrittsalter und dadurch die Anzahl der "Arbeitskräfte" (ein wirklich schiefer Ausdruck) im Verhältnis zu Rentnern erhöht hat, hat sie genau das Gegenteil von der Politik gemacht, die sie jetzt mit der Reduzierung der Wochenarbeitszeit "anstrebt". Denn: wenn wir annehmen, dass diese Theorie und ihren Annahmen stimmen, dass wird die Reduzierung der Arbeitszeit das Verhältnis der arbeitenden Beitragszahler zu nichtarbeitenden Beitragsempfängern HEUTE schon verschlechtern. Das Rentensystem wird dann heute schon in Schwierigkeiten kommen. Und die nach der obigen Theorie angestrebte zukünftige Lösung wird tendenziell zunichte gemacht. Wenn Du sagst, dass das "passt" und sie sich "einander jedenfalls nicht ausschließen", liegt das daran, dass Du nichts verstanden hast. Das hier ist mein Smiley darauf: 😬
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