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Photo #1 from Küssnacht (SZ), Switzerland by Sarafina made on 2018-05-22 11:33 for Sola

Saudiarabien nimmt Frauenrechtlerinnen fest und erklärt sie zu Spioninnen Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman präsentiert sich als grosser Reformer. Doch nun zeigt sich das Herrscherhaus von seiner altbekannten Seite. Und auf Spionage steht die Todesstrafe. Inga Rogg, Istanbul 21.5.2018, 19:18 Uhr Hat im Moment kein Verständnis für Frauenrechtlerinnen: Mohammed bin Salman. (Bild: Alison Williams / Reuters) Forsch hat der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman in den letzten Monaten eine Serie von Reformen auf den Weg gebracht, die das erzkonservative Königreich ins 21. Jahrhundert katapultieren sollen. Die Untertanen dürfen neuerdings in Kino und Konzerte.

Vor allem für die Frauen schien sich etwas zu bewegen. Der Kronprinz lockerte das Vormundschaftsrecht, zumindest theoretisch können Frauen jetzt ohne Zustimmung ihres männlichen Vormunds ein Geschäft eröffnen und haben Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen. Zudem schleifte MbS, wie der Kronprinz kurz genannt wird, das Autofahrverbot für Frauen. «Sind Frauen und Männer gleich?», wollte die Moderatorin des amerikanischen Senders CBS wissen, als sich MbS kürzlich auf einer dreiwöchigen Werbetour in Amerika befand. Wir sind alle Menschen, und es gibt keinen Unterschied», sagte der Kronprinz in dem Interview .

Schlag gegen Frauenrechte Doch wenige Wochen, bevor das Fahrverbot Ende Juni fallen soll, hat sich der Wind im Königreich gedreht. In diesen Tagen sind zahlreiche bekannte Aktivistinnen und Aktivisten festgenommen worden, die sich für Frauenrechte stark gemacht haben. Eine von ihnen ist Loujain al-Hathloul, die in den vergangenen Jahren zum Gesicht der Autofahrerinnen-Bewegung wurde . Vor knapp vier Jahren war sie mit ihrem Nissan Murano von den Vereinigten Arabischen Emiraten zur saudischen Grenze gefahren. Prompt landete sie für 73 Tage im Gefängnis, vor einem Jahr wurde sie kurzzeitig erneut festgenommen.

Der Einsatz für Frauenrechte hat der heute 28-Jährigen international viel Anerkennung angebracht. Eine Foto vom Treffen des «One Young World»-Forums zeigt sie im Oktober 2016 an der Seite von Meghan Markle, der Ehefrau von Prince Harry. Nach Angaben von Menschenrechtlern wurde Hathloul am vergangenen Dienstag von Sicherheitskräften in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo sie studierte, in ihrem Haus festgenommen und nach Saudiarabien deportiert. Wenige Tage später nahmen die saudischen Sicherheitskräfte mindesten sechs weitere Frauenrechtlerinnen und –rechtler fest, unter ihnen Anwälte.

Nach Angaben von saudischen Aktivisten landeten am Pfingstsonntag drei weitere bekannte Menschenrechtler im Gefängnis. Unter den Festgenommenen befinden sich der Menschenrechtsanwalt Ibrahim al-Modaimigh sowie die prominenten Frauenrechtlerinnen Aisha al-Mana, Madhiha al-Ajrush, Aziza al-Yussuf und Eman al-Nafjan. Die 70-jährige Mana und die 63-jährige Ajrush hatten bereits in den neunziger Jahren gegen das Fahrverbot und andere Benachteiligungen von Frauen protestiert. Mana sei wie eine Patentante und ein Idol für sie und die neue Generation von Aktivistinnen, twitterte die in Australien lebende Frauenrechtlerin Mana al-Sharif .

«Sie hat ihren ganzen Reichtum gestiftet, um saudische Frauen zu erziehen und zu stärken.» Die Professorin Aziza al-Yussuf hatte dem Königshaus vor rund zwei Jahren eine Unterschriftenliste übergeben, mit der etwa 14 000 Unterzeichner ein Ende der männlichen Vormundschaft forderten. Zudem spielte sie eine führende Rolle in den Aktionen des öffentlichen Ungehorsams, mit denen Frauen sich in den letzten sieben Jahren dem Fahrverbot widersetzten. Die Linguistin al-Nafjan, die für ihren Blog «Saudiwoman» bekannt ist, zählt zur jüngeren Generation der saudischen Feministinnen.

Es ist nicht das erste Mal seit Beginn der Reformoffensive des Kronprinzen, dass Kritiker des Herrscherhauses im Gefängnis landen. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Aktivisten und auch namhafte Geschäftsleute unter teils fragwürdigen Vorwürfen festgenommen . Doch diesmal ging Riad einen Schritt weiter. Das Innenministerium, das die jüngsten Festnahmen am Samstag bestätigte, wirft den Vorkämpferinnen für Frauenrechte und ihren männlichen Unterstützern Kontakte zu feindlichen ausländischen Mächten, Unterwanderung und Destabilisierung der Regierung vor.

Die Festgenommenen hätten mit ihren Taten gegen die «religiösen und nationalen Grundfesten» verstossen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur. Rufmord in staatlichen Medien Das Ganze ging in den vergangenen Tagen mit einer regelrechten Kampagne in staatsnahen Medien einher, in der die Festgenommenen als Spione gebrandmarkt wurden. Auf Twitter verbreiteten sie Fotos der eingesperrten Aktivisten, über denen in dicken Lettern «Verräterin» beziehungsweise «Verräter» steht. «Ihr und eurer Verrat sind gescheitert», titelte das Hofblatt al-Jazeera am Samstag.

Die Festgenommenen würden beschuldigt, Mitglieder einer «Spionagezelle» zu sein, berichtete die Tageszeitung Al-Shark al-Awsat unter Berufung auf Vertreter der Staatssicherheit. Sie hätten Menschenrechte als Vorwand benutzt, um das Herrschaftssystem zu unterlaufen. Laut einem anderen Blatt drohen den Aktivisten bis zu zwanzig Jahre Haft. Sollten sie jedoch wegen Spionage angeklagt werden, steht darauf die Todesstrafe. Menschenrechtsorganisationen forderten die Freilassung der Aktivisten. Amnesty International sprach von einer empörenden «Hetzkampagne» . Sie konterkariere das Versprechen des Kronprinzen, das Land zu erneuern.

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Switzerland, Küssnacht (SZ)
2 comments
SarafinaAuthor
Prince Mohammed bin Salman has arrested several activists for women rights last Sunday. Apparently they are charged with being a spy and on this crime you are sentenced to death.
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MiBu_™️🤡♨️⚔️
Sau _di_ Arabische .. so sind nun mal die Sitten dort. Mann alles, Frau nix ..
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