Sola
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Photo #1 from Krefeld, Germany by MiBu_™️🤡♨️⚔️ made on 2019-01-10 20:10 for Sola

Der nördliche Magnetpol der Erde hat anscheinend seinen eigenen Kopf entwickelt. Er bewegt sich gegenwärtig rasant weg von Kanada in Richtung Sibirien, getrieben von Eisen innerhalb des Erdkerns. Tatsächlich bewegt sich der magnetische Pol mit einer solchen Geschwindigkeit, dass Wissenschaftler einem seltenen Schritt gegangen sind. Internationales Modell zum Magnetfeld der Erde muss überarbeitet werden Am 15. Januar versammeln sich Experten, um das "World Magnetic Model" einem Update zu unterziehen. Das großräumige Modell zur Beschreibung des Erdmagnetfeldes ist die Grundlage jeglicher modernen Navigation von Schiffssystemen bis hin zu Google Maps.

Erst 2015 wurde die jüngste Version des Modells veröffentlicht und sollte eigentlich bis 2020 vorhalten. Die momentanen rapiden Veränderungen des Magnetfeldes zwingen die Forscher jedoch dazu, das Modell schon jetzt zu überarbeiten. Arnaud Chulliat, Geomagnetist an der Universität von Colorado, erklärt: "Der Fehler wird zunehmend größer". Das Problem liegt zum Teil am sich verlagernden Magnetfeld, auf der anderen Seite sind es Verschiebungen tief in der Erde. Aufgewühlte Flüssigkeiten im Erdkern erzeugen den größten Anteil des Magnetfeldes, das sich mit diesen Strömungen verändert.

Toleranzgrenze für Navigationsfehler könnte überschritten werden Anfang 2018 stellten Experten bei der jährlichen Überprüfung des World Magnetic Model fest, dass es so ungenau geworden war, dass die Grenze für akzeptable Navigationsfehler bald überschritten sein würde. Um es zu reparieren, füttern Experten das Modell mit Daten der vergangenen drei Jahre. Die aktualisierte Version sollte dann bis zum nächsten regulären Update 2020 akkurat bleiben. Was passiert mit dem Erdmagnetfeld? In der Zwischenzeit kümmern sich Forscher auch um die Frage, woher die dramatischen Veränderungen des nördlichen Magnetpols stammen.

Man vermutet, dass die Verschiebung in Richtung Sibirien durch einen sehr schnelllaufenden Strom an flüssigem Eisen unterhalb Kanadas bewirkt wurde. Dieser scheint das Magnetfeld Kanadas zu schwächen, so dass es gegen das stärkere Feld Sibiriens im Prinzip verliert. Die dramatischen Folgen der Änderung des Erdmagnetfeldes könnten sich nicht nur auf unsere Navigationssysteme auswirken. Auch das Magnetfeld selbst könnte betroffen sein.

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Germany, Krefeld
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